
Internet - Verführungen per Mausklick
Auch im Internet gibt es immer mehr Werbung für Kinder und Jugendliche.
Viele Unternehmen haben eigene Websites für Kinder und Jugendliche eingerichtet und bieten dort beispielsweise Spiele an. Während ihr im Internet surft und spielt, werden euch nebenbei die neusten Produkte und Spielzeuge vorgestellt, die ihr dann natürlich auch kaufen sollt.
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Wusstet ihr, dass fast vierzig Prozent aller Deutschen über 14 Jahre einen Internet-Anschluss haben? Und dass ein Drittel aller Kinder - die meisten zwischen 10 und 13 Jahre - Zugang zum Internet haben? |
Generell ist Werbung im Internet nicht verboten, aber es gibt bestimmte Spielregeln, die auch dort gelten. Zum Beispiel muss auch im Internet die Werbung deutlich erkennbar sein und darf sich nicht mit anderen Informationen vermischen.
Pop-ups
Die Werbung im Internet taucht in Form von "Pop-ups" auf (das sind kleine Fenster, die man zum Öffnen an- oder einfach wegklicken kann) oder in Form von "Bannern" (das sind kleine Balken, die sich ebenfalls öffnen oder wegklicken lassen).
Oftmals sind Banner so trickreich in eine Website eingebaut, dass man sie für einen Teil der Seite halten kann, auf der man sich gerade befindet. Mit Klicks auf die bunten Banner landet ihr dann auf Webseiten, die mit Werbung gespickt sind.
Spam-Mails
Eine besondere Form der Werbung im Internet sind auch sogenannte "Spam-Mails". Das ist Werbung, die direkt an eure persönliche E-Mail-Adresse geschickt wird. Sie ist oft als private Mitteilung oder Information getarnt, bietet aber fast nur Dinge an, die unnötig, teuer oder verboten sind. Ohne euer ausdrückliches Einverständnis sind "Spams" verboten.
In diesen Mitteilungen können sich außerdem versteckte Links verbergen. Wer darauf klickt, der wird in vielen Fällen zu Internet-Adressen geführt, die teure Telefondienste enthalten, die sogenannten "Dialer". Über diese Dialer loggt ihr euch - ohne es zu merken - automatisch über 0190- oder 0900-Nummern ins Internet ein. Solche Nummern können hohe Kosten verursachen!
Um sich vor diesen Spams zu schützen, kann man Filter einbauen, die vor der Werbeflut schützen - aber auch vor Seiten, die Sachen zeigen, die für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind (zum Beispiel Gewalt oder Sexualität).
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Ihr solltet immer sehr genau prüfen, wem ihr eure E-Mail-Adresse mitteilt! |
Kinderklubs
Viele Unternehmen haben im Internet auf ihren Seiten auch spezielle Kinderklubs.
Über diese Klubs wird für bestimmte "coole" oder "angesagte" Produkte geworben, die es nur für Klub-Mitglieder gibt und die ihr natürlich kaufen sollt, um "in" und "dabei" zu sein.
Angelockt werdet ihr über extra-günstige Geschenkartikel, verbilligte Eintrittsgelder, Gewinnspiele und Geschenke und durch die Zusendung von Clubcards und Clubnews, Begrüßungs- und Geburtstagsüberraschungen. Auch bei scheinbar kostenlosen Klubs müsst ihr oft später für spezielle Aktionen oder Angebote bezahlen.
Generell solltet ihr vor dem Abschluss einer Mitgliedschaft möglichst viele Informationen über den Klub einholen - zum Beispiel, ob der Klub euch nur seine Produkte anbieten möchte oder ob er zum Beispiel Informationen und Spiele für euch hat, die euch auch wirklich interessieren!
Wie ihr sicher im Internet spielen und surfen könnt, erfahrt ihr unter "Tipps und Tricks"!